Mit Kraft und Feingefühl – Goldhofer stemmt 1050-Tonnen-Kräne
Spektakulärer Einsatz der Memminger an taiwanesischem Hafen
Für spektakuläre Einsätze ist die Goldhofer AG aus Memmingen bekannt. Aktuellster Coup des weltweit führenden Marktanbieters von Transport-Equipment: Goldhofer war maßgeblich daran beteiligt, dass jetzt in Taiwan zwei 35 Meter breite, 28 Meter lange und 48 Meter hohe Schiffsentladestationen in Betrieb genommen werden konnten. Mit den jeweils 1050 Tonnen schweren Kolossen können bis zu 2200 Tonnen Kohle pro Stunde entladen werden. Im Einsatz war eine dreifach parallel gekuppelte Goldhofer-Selbstfahrerkombination vom Typ PST/SL 22 (1+1+1), die von zwei Goldhofer-Powerpacks mit jeweils 430 PS angetrieben wurden.
Die 66-achsige Schwerlastkombination bugsierte den jeweiligen Kran über einen befestigten Uferdamm und setzte die Kräne präzise auf den jeweiligen Schienenstrang ab. Da der Schwerpunkt in 20 Metern Höhe lag, musste penibel darf geachtet werden, dass die Schiffsentladestationen nicht umkippen. Rechnet man die 24 Container plus Lastverteilerrahmen (180 Tonnen) sowie das Eigengewicht der Goldhofer-Kombination (238 Tonnen) hinzu, musste der Goldhofer-Selbstfahrer PST/SL insgesamt 1468 Tonnen bewegen. Somit lastete auf jeder Achse ein Gewicht von 23 Tonnen.
„Kraft auf der einen, Feingefühl und Präzision auf der anderen Seite. Bei dem Einsatz in Taiwan hat man einmal mehr deutlich gesehen, dass wir mit unserer Produktpalette sehr breit aufgestellt und somit für die schwierigsten Aufträge gerüstet sind“, sagt Goldhofer-Servicetechniker Markus Heinle, der auch vor Ort den Transport begleitet hat.
Das Hauptproblem bei dem Einsatz war nicht der eigentliche Transport: Die 500 Meter kurze Strecke vom Ort der Produktion und Montage an das Ufer wurde in rund zwei Stunden gemeistert. Hierbei musste vor allem darauf geachtet werden, dass die Räder, die später auf den Schienen laufen sollten, nirgends anstoßen. Die größte Herausforderung war die Vor- und Nachbereitung des Transports, die pro Kran fast einen Tag dauerte.
Beim Transport selbst waren zwei 90-Grad-Kurven eine gewagte Angelegenheit: Denn der Schwerpunkt des Transportgutes lag in 20 Metern Höhe und extrem außermittig. Der eine Fuß des Krans ragte 13 Meter über den Transportuntersatz hinaus, der andere nur zwei Meter, da die Lasten stabil verteilt werden mussten. „Die Spezialisten von “Sea & Land“ haben das perfekt hinbekommen und wirklich alles aus unseren Selbstfahrern herausgeholt. Sie mussten sogar den Achshub von 600 mm voll ausnutzen, um die Kräne immer wieder in stationäre oder temporäre Transportschienen abzulassen bzw. über querliegende Schienen hinüberzuheben “, so Vorstandschef Fuchs.
„Das Projekt in Taiwan hat wieder einmal gezeigt, dass wir der absolute Spezialist für schwierige Aufgaben sind“, so Goldhofer-Vorstandsvorsitzender Stefan Fuchs.
Über die Goldhofer AG
Die Geschichte der Goldhofer AG reicht bis in das Jahr 1705 zurück. Heute zählt das Unternehmen aus Memmingen weltweit zu den bedeutendsten Anbietern von Lkw-Anhängern, Schwerlasttransportsystemen und Flugzeugschleppern. Mit seiner breiten Produktpalette deckt Goldhofer die unterschiedlichsten Bedürfnisse für jede Transportaufgabe ab. Die Allgäuer beweisen dabei Lösungskompetenz auf dem schwierigen Feld der kombinierten Transporte zwischen den Verkehrsträgern Straße, Schiene, See und Luft und sind Spezialisten für den allgemeinen Straßen-, Schwerlast- und Spezialtransport. Auf dem rund 100.000 Quadratmeter großen Betriebsgelände fertigen etwa 650 Mitarbeiter Fahrzeuge für einen Nutzlastbereich von 25 bis 10.000 Tonnen.
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