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07. 2014

Umsetzung Hafenportalkran in Duisburg/Fa. Kahl Schwerlast GmbH

Ein 630t schwerer Hafenportalkran ist im Zuge der Erweiterung der Container-Umschlagkapazitäten im weltweit größten Binnenhafen Duisburg neu positioniert worden. Die damit beauftrage Kahl Schwerlast GmbH (Moers) hat dafür Schwerlast-Module vom Typ PST-SL/E der Goldhofer Aktiengesellschaft eingesetzt, dem führenden Hersteller von Spezialtransportfahrzeugen. „Aufgrund ihres extremen Lenkeinschlags sind diese selbstfahrenden Goldhofer-Module optimal geeignet für so eine schwierige Aufgabe“, sagt Tim Kruse, der das Projekt beim Schwertransport-Spezialisten Kahl mit betreut hat.

Um rund eine Million auf dann gut fünf Millionen Standardcontainer-Einheiten will der Duisburger Hafen seine Kapazitäten bis Anfang kommenden Jahres erhöhen. Neben vier zusätzlichen Containerbrücken und der Vergrößerung der Umschlags- und Depotfläche um 13 Hektar gehörte auch die Umsetzung des trimodalen 630t schweren Portalkrans im logport-1-Areal zu den Erweiterungsmaßnahmen. Der bis dahin parallel zur Kaimauer aufgebaute Kran mit einer Länge von 139m, einer Breite von 20m und einer Höhe von 18m musste um 90 Grad gedreht werden, damit er künftig gut 15m ins Hafenbecken hineinragt. „Das war auch für uns eine besondere Herausforderung“, sagt Tim Kruse. „Einen Kran mit diesen Dimensionen auf engstem Raum zu drehen und fast zentimetergenau neu zu positionieren, das hatte es schon in sich“.

Eingesetzt wurden dafür von der Kahl Schwerlast GmbH  zwei sechsachsige sowie zwei vierachsige Selbstfahrer der Goldhofer-Baureihe PST/SL-E mit hydrostatischem Fahrantrieb, elektronischer Vielweglenkung und einer Nutzlast von 40t je Achslinie. Die beiden Vierachser wurden zudem jeweils mit einem konventionellen dreiachsigen THP-Schwerlast-Modul gekoppelt, um so die Nutzlast nochmals zu erhöhen.

„Wir wollten nichts riskieren und gewichtstechnisch absolut auf Nummer sicher gehen“, erläutert Tim Kruse diese Entscheidung. „Denn so nahe an der Kaimauer zu rangieren, das ist immer ein bisschen gefährlich. Die sechs zusätzlichen THP-Achsen waren deshalb so etwas wie unser Backup, mit denen wir die Achslast bei den PST-Modulen etwas verringern konnten“. Angetrieben wurden die mittels Datenkabel verbundenen und synchronisierten Schwerlast-Einheiten von vier Power Packs, die über eine Leistung von 155 kW (210 PS) bzw. 360 kW (490 PS) verfügen .

Nach der hydraulischen Aufnahme des Portalkrans durch die Goldhofer-Module wurde dieser um 300mm angehoben. Die Drehung um 90 Grad und die neue Positionierung erfolgten in fünf Arbeitsschritten, ehe der Kran in seiner finalen Position auf Trägern abgesetzt werden konnte. Extrem erleichtert wurde dieses Rangieren auf engstem Raum durch die auf einen Lenkeinschlag von +/-135 Grad basierende elektronische Vielweglenkung, bei der neben den Standard-Lenkprogrammen wie Normalfahrt, 90-Grad-Querfahrt, Diagonalfahrt und Karussellfahrt weitere Lenkprogramme programmiert werden können.

„Mit den PST-Modulen von Goldhofer haben wir alle Möglichkeiten, um eine außergewöhnlich schwere und von den Dimensionen her wirklich große Ladung fast auf den Zentimeter genau platzieren können“, sagt Tim Kruse. Trotzdem hat die Umsetzung des Krans, an der acht Kahl-Mitarbeiter beteiligt waren, gut zwölf Stunden in Anspruch genommen, wobei der Duisburger Hafen zudem kurzzeitig für den Schiffsverkehr gesperrt werden musste. Abgeschlossen wurde das Projekt mit dem Einsatz von acht Großkranen, die den Portalkran anhoben, so dass er in seiner neuen Position montiert werden konnte – „jetzt gut 30m über die Kaimauer“, so Tim Kruse.

Dass die Kahl Schwerlast GmbH – mit 130 Mitarbeitern und rund 250 Fahrzeug-Einheiten als einer der führenden Schwerlastlogistiker in Nordrhein-Westfalen international tätig – bei diesem Projekt ausschließlich Goldhofer-Fahrzeuge einsetze, hat einen Grund. „Als langjähriger Kunde haben wir das komplette Goldhofer-Portfolio in unserem Fahrzeugpark“, so Tim Kruse. „Und wir wissen, dass wir uns vor allem auch bei außergewöhnlichen Schwertransportprojekten auf die Spitzentechnologie des Weltmarktführers absolut verlassen können“

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